Boulderfelsen Fredlar

 

Das Top-Bouldergebiet im Sauerland/Wittgensteiner Land (NRW). Aufgrund der Abgeschiedenheit ist es hier meistens sehr ruhig, nur manchmal gibt es Anfeuerungsrufe einheimischer Boulderer. Die Boulderblöcke „Fredlar“ liegen in einem Nebental von Bad Berleburg, sehr schön am Waldrand gelegen. Sie bestehen aus mehreren Felsen, von denen sich drei Blöcke zum Bouldern eignen. Die Blöcke werden überwiegend von einheimischen Boulderern beklettert. Aufgrund der besten Felsqualität, es handelt sich um rauen und griffigen Quarzit, und den vielfältigen Griffvariationen gibt es unzählige Definitionen. So kann man sich leichte Einstiegsprobleme, aber auch anspruchsvolle Griffpassagen zusammenstellen.

Die Boulder sind rund fünf Meter hoch, von senkrecht bis überhängend, und bieten neben Durchstiegen zum Top auch viele Möglichkeiten von Quergängen. Neben guten Henkelgriffen gibt es auch Boulder mit reinen Slopern. Der vordere Block hat rund vierzehn definierte Boulder – alle im leichten Schwierigkeitsgrad. Der weiter hinten liegende mittlere Fredlar hat knackigere Probleme und dabei schwere, ausdauernde Quergänge mit mehr als zwanzig Zügen. Eines der interessantesten Bouldergebiete in Nordrhein-Westfalen und eine gute Ergänzung der Kletterarena Sauerland. Direkt in der Nachbarschaft liegen die Meckhauser Klippen, die sich zum Klettern eignen würden (Berleburger Kamel). Da an den Felsen aber geschützte Pflanzen vorkommen, ist das Klettern hier verboten.

Naturschutz: Die Boulderfelsen liegen in einer schützenswerten Waldlandschaft. Es sollte  daher selbstverständlich sein, Landschaft und die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und pfleglich zu behandeln. Laut Meinung der Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgentein handelt es sich bei den Boulderfelsen um geschützte Biotope (§ 62 LG) und das Klettern ist daher verboten. Nach Ansicht des DAV-Landesverbandes reicht aber die Begründung der ULB für ein Kletterverbot nicht aus: „Es sind ausschließlich Maßnahmen, die zu einer erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung oder zu einer Zerstörung führen können verboten. Zerstören tut das Bouldern die Felsen nicht und ob es eine erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigung darstellt, darf bezweifelt werden. Direkt am Fuß der Felsen entlang verläuft der Wittgensteiner Schieferpfad (Premium-
Wanderweg). Wohl fast jeder der diesen Weg entlang wandert, und das sind viele, wird auch die Felsen anfassen und damit potenziell das Biotop beeinträchtigen. Da sehen wir keinen Unterschied dazu, ob man dabei mit den Füßen auf dem Wanderweg steht oder sich mit diesen knapp über dem Boden am Felsen entlang bewegt (bei den Bouldern handelt es sich überwiegend um Quergänge). Um jegliche Beeinträchtigung
ausschließen zu können, müsste auch das Anfassen der Felsen durch Wanderer verboten bzw. unterbunden werden. Das ließe sich aber nur durch den Rückbau bzw. eine Verlegung des Wanderweges realisieren. Zudem sind im Datenblatt der LANUV nur 2 Farnarten aufgeführt, die an diesen Felsen wachsen, der Große Dornfarn und der Gemeine Tüpfelfarn. Beide Farne sind überaus häufig, auf der gesamten Nordhalbkugel bis in 2000 m Höhe verbreitet und stellen keine Besonderheit dar. Eventuell könnten an den Felsen seltene Moose und Flechten wachsen, die wurden jedoch nicht kartiert und würden – sofern sie dort vorkommen – ein Beklettern nicht zwangsläufig ausschließen“. So bleibt es wohl jedem selbst überlassen, sein Treiben (Bouldern und Wandern) dort im Einklang mit der Natur(-schutzgesetzen) zu sehen oder eben nicht.

Anreise: In Bad Berleburg dem Hinweis nach Dotzlar (L 718) folgen. Am Ortsende nach rechts auf den Parkplatz „An der Lenne“ (P1).

Zugang: Parken (P1) an der Landstraße 718 am Ortsende von Bad Berleburg (Parkplatz „An der Lenne“). Von hier dem Wittgensteiner Schieferpfad (Wegzeichen ist eine Fledermaus) folgen, der Wanderweg führt direkt an den Felsen vorbei. Ca. 20 Min.

 

Karte Boulderfelsen Fredlar

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