Scharpenbeul (Listersee)

Klettergebiet Scharpenbeul

Geschichte und Geschichten

Der alte Steinbruch wurde bereits bei der Felskartierung Anfang der 1990er Jahre entdeckt. Jedoch wurden keine weiteren Maßnahmen zur Erschließung zum Klettergebiet unternommen. Erst im Zuge der Idee der Klettersportregion Sauerland ging die Sektion Gummersbach im Jahr 2010 mit Unterstützung anderer Sektionen daran, vor allem der Klettergruppe der Sektion Siegerland,  das Klettergebiet einzurichten. Das Gelände ist von der Sektion Gummersbach gepachtet worden und wird vom Kletterwart betreut.  Ausrichtung nach Süden.

Kletterregeln

– Aktuelle Kletterregelungen beachten

– Betreten der Felsköpfe nicht erlaubt

– Kein Einhängen von Topropes von oben

– Umweltverträglich anreisen

– Nur zugelassene Parkplätze nutzen

– Übliche Zustiegspfade benutzen

– Pflanzenbewuchs erhalten

– Tabuzonen respektieren

– Befristete Sperrungen an Brutfelsen beachten

– Keinen Müll zurücklassen

– Lokale Betriebe für Übernachtung und Verpflegung nutzen

Charakter

Der anstehende Sandstein, der sehr blockig aufgebaut ist und leicht abfallend in den alten Steinbruch hinein geschichtet ist, erlaubt vor allem im linken Wandbereich, der etwa 14 m hohen Plaisierwand, Kletterouten entlang der ideal mit Stufen unterbrochenen Verschneidungen. Hier kommen Klettertechniken in Verschneidungen, Rissen und Kanten zum Tragen. Das Gestein ist nicht immer sehr rau, dafür aber hautschonend, und erfordert präzises Antreten.  Die Routen sind gut bis sehr gut mit Bohrhaken abgesichert.

Die südliche Ausrichtung  und die einsame Lage im Wald oberhalb der Listertalsperre bietet ein tolles Ambiente und runden damit das Kletter- und Naturerlebnis ab.

Anzahl der Routen: Insgesamt 32

Kletterrouten Scharpenbeul

Besonderheiten

Rücksichtnahme gegenüber den Bewohnern des kleinen Ferienhäuschens direkt auf dem Nachbargrundstück sollte selbstverständlich sein. Seilkommandos oder Begeisterungsrufe ob geglückter Begehungen  kommen ein paar Dezibel niedriger hier ganz gut an. Zudem befindet sich der Fels im Wald = Waldbrandgefahr (Rauchverbot, offenes Feuer verboten).

Die Ausnahmegenehmigung für das Klettergebiet ist mit neuen Auflagen verlängert worden:

1. Aus Biotop- und Artenschutzgründen ist die Kletteraktivität spätestens eine Stunde vor Einbruch der Dunkelheit einzustellen.
2. Auf die Bestimmungen des Landesforstgesetzes, insbesonders die Waldgefährdung durch ungenehmigte Feuer (vgl. § 47 LFoG NW) wird hingewiesen (absolutes Feuer- und Rauchverbot).
3. Absolutes Campingverbot.
4. Aus Artenschutzgründen ist das Betreten der Felsköpfe streng verboten.

Bitte haltet Euch unbedingt und an diese und an die allgemeinen Regelungen zum Schutz von Umwelt und Natur, um dieses Klettergebiet langfristig zu erhalten

Anreise

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn nach Attendorn und weiter mit dem Bus ( R 60) nach Windebruch.
Zugangszeit Haltestelle: 40 min
Von der Bushaltestelle in Windebruch die Landstraße Richtung Attendorn zurück und nach etwa 1200 m führt ein Waldweg nach links ( Straßenbezeichnung „In der Bunne“) zuerst zu einer Kläranlage, dann in einer leichten Links-Rechts-Schleife zwischen einigen Wochenendhäuschen durch. Dem Waldweg gerade folgen, (immer rechts vom Bach halten), dann erscheint rechts der Steinbruch.
Haltestelle: Windebruch Mitte, Meinerzhagen

Anreise PKW

Anfahrt von Norden: Autobahn A 45 bis Abfahrt Meinerzhagen (AS 16). Dann Richtung Attendorn und hinter Breddershaus nach rechts Ri. Hunswinkel. Durch Hunswinkel durch und ca. 600 m nach Ortsausgang Windebruch ist rechts ein Parkplatz an einer kleinen Bucht.
Anfahrt von Süden: Autobahnabfahrt Drolshagen (AS 17) und Richtung Attendorn fahren. Durch Windebruch durch und ca. 600 m nach Ortsausgang ist rechts ein Parkplatz an einer kleinen Bucht. Hier parken.
Zugangszeit Parkplatz: 15 min
Zugangsbeschreibung Parkplatz: Gegenüber dem Parkplatz führt ein Waldweg
( Straßenbezeichnung „In der Bunne“) zuerst zu einer Kläranlage, dann in einer leichten Links-Rechts-Schleife zwischen einigen Wochenendhäuschen durch. Dem Waldweg gerade folgen, (ca. 15 min Fußweg –  immer rechts vom Bach halten), dann erscheint rechts der Steinbruch.

Kletterführer: Land der tausend Berge (Geoquest-Verlag)

Weitere Informationen unter: http://www.dav-felsinfo.de