Unterer Elberskamp

Klettergebiet Unterer Elberskamp

Geschichte & Geschichten

Im aufgelassenen Steinbruch wird seit Anfang der 1980-er Jahre geklettert. Wegen der relativen Brüchigkeit wurde aber erst Anfang der 1990-er Jahre begonnen, die Routen mit Bohrhaken einzurichten. Da teilweise Kluft- und Höhlenwände aufgeschlossen sind, gibt es interessante Touren bis zum 10-ten Grad und mit der Katharsis (10+) befindet sich hier auch die schwerste Route in NRW. Der Steinbruch ist das Hausklettergebiet und Ausbildungszentrum der Sektion Gummersbach. Bereits seit 1992 werden von den Mitgliedern der Klettergruppe der Sektion die Routen erschlossen, Wege gebaut und sonstige Pflegemaßnahmen durchgeführt.

Charakter

Es handelt sich vorwiegend um steile Wandkletterei an Griffen und schmalen Leisten. Teilweise sind auch Kluftwände mit Löchern und Rissen mit interessanter Linienführung aufgeschlossen. Der Kletterfels ist von überregionaler Bedeutung. Die Wände sind überwiegend südwestlich und südöstlich ausgerichtet. Die Wandhöhen liegen durchschnittlich um 30m, die Tourenlängen meistens bei 20 m. Das Gestein ist aufgrund seiner Geschichte als Steinbruch nicht immer zuverlässig, allerdings sind einige Routen schon gut ausgeputzt, was sich durch die häufige Nutzung noch weiter verbessert. Allerdings hat es in letzter Zeit leider einige Unfälle gegeben, so dass an dieser Stelle nochmals dringend auf das nicht immer zuverlässge Gestein hingewiesen. Daher ist das Gebiet nur alpin versierten Kletterern zu empfehlen und in weiten Bereichen nicht anfängertauglich. Wegen der permanenten Steinschlaggefahr empfiehlt sich das Tragen eines Helms und es sollte sich niemand unnötig an den Wandfüßen aufhalten.

Anzahl der Routen

Grad
II – 4
III – 6
IV – 8
V – 12
VI – 10
VII- 8
VIII – 3
IX – 1
X – 1

Insgesamt
65 Routen
Besonderheiten

Da sich direkt an die Felswand ein Naturschutzgebiet anschließt, ist das Betreten der Felsköpfe nicht erlaubt. Außerdem sollte wegen der Brüchigkeit immer ein Steinschlaghelm getragen werden.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn nach Finnentrop (Ruhr-Sieg-Stecke). Dort mit Bus oder mit dem Biggeexpress bis zur Haltstelle in Heggen. Nun zu Fuß in 12 min. zu den Felsen.

Zugangszeit Haltestelle: 12 min

Zugangsbeschreibung ÖPNV: Von der DB-Haltestelle in Heggen in 30m zur Durchgangsstraße. Nun nach links (Straßenwegweiser Richtung Attendorn) der Straße folgen (Attendorner Straße).Nach 500 m nach rechts der Straße in Richtung „Dünschede“ (Hinweisschild:“Industriegebiet Unterer Elberskamp“) folgen und nach knapp 150 m nach links in die Straße “ Am Elberskamp“ einbiegen. Nun lauft ihr direkt auf die gut sichtbaren Felsen zu und kommt nach weiteren 300 m auf die erste Berme, welche direkt zu den Felsen führt.

Haltestelle: Heggen Bahnhof, Finnentrop

Anreise PKW

Von Attendorn der Landstraße nach Finnentrop folgen. Kurz vor der Ortschaft Heggen dem Hinweisschild „Industriegebiet Unterer Elberskamp“ nach links folgen. Nach weiteren 150m wieder nach links in das Industriegebiet abbiegen. Parkmöglichkeiten nach 200m auf der rechten Straßenseite an dem unteren kleinen Felsaufschluss oder direkt auf der ersten Berme vor dem Kletterbreich.

Zugangszeit Parkplatz: 2 min

Zugangsbeschreibung Parkplatz: Von den Parkmöglichkeiten in wenigen Metern auf die erste Berme und in 100m zu den Felsen.

 

Kletterführer: Land der Tausend Berge – Kletterführer Sauerland (www.geoquest-Verlag.de)

Weitere Informationen unter: http://www.dav-felsinfo.de/ajaxdav/