Waldsteingruppe

Waldstein-Bärenstein-Hausstadtfelsen-Gnom

Am Ende des Jahres 2015 ist der Landschaftsplan „Balve-Mittleres Hönnetal“ in Kraft getreten. Der Landschaftsplan weist das gesamte Hönnetal als Naturschutzgebiet aus und alle Felsen sind mit einem Kletterverbot belegt. Die Behörde hat aber in Aussicht gestellt, das im Zuge eines Befreiungsantrags von den Verboten des Landschaftsplans das Kletterverbot zurück genommen werden könnte. Und die biologischen Gutachten einschließlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung des Kletterns gibt es ja schon und stellt an den meisten Felsen keinerlei Beeinträchtigung durch ein mögliches Klettern fest. Jetzt ist der Deutsche Alpenverein aufgefordert, dies im Interesse seiner Mitglieder auch zu tun.

 

Waldstein

Geschichte & Geschichten:

Früher eines der bedeutendsten Klettergebiete im Norddeutschen Raum mit herausragender Felsqualität. Derzeit sind die sogenannten 4 offenen Felsen neben dem Klein-Hönnevalley die letzten offenen Felsen im Hönnetal. Die Routen sind aber teilweise schon etwas speckig.

Kletterregelung

Die Felsen liegen in einem europäischen Schutzgebiet Natura2000 (Flora-Fauna-Habitat – Richtlinie). Gut erhaltene Schluchtwälder und zahlreiche Felsen mit Kalkpionierrasen und Höhlen mit spezialisierter Fauna, großflächige Waldmeisterbuchenwälder und Vorkommen FFH-relevanter Arten (Fledermäuse) bestimmen das Schutzgebiet sowie Kalkfelsen mit Höhlen und bewaldeten Blockschutthalden. Einige der Höhlen des Hönnetals sind auch von kulturhistorischer Bedeutung. Vor allem der Lückige Kalk-Pionierrasen und die Schlucht- und Hangmischwälder sind als prioritäre Lebensräume ausgewiesen und unterliegen einem besonderen Schutz. Aus diesem Grund sind einige Regeln dringend zu beachten:

– Als Zustiege sind nur die ausgewiesenen Wege zu benutzen.
– Für den Aufenthalt vor der Wand nur die ausgewiesenen Bereiche betreten
– Kein Betreten der Höhlen (Fledermausschutz)
– Kein Betreten der Felsköpfe, daher Umlenkhaken benutzen

Charakter:

Der kompakte Fels erfordert eine ausgetüftelte Klettertechnik. Die gute Politur trägt ihrerseits hierzu noch bei. Es überwiegt steile und überhängende Wand- und Risskletterei. Die Absicherung erfolgt mit Bohrhaken in stark variierender Dichte. Es können auch mobile Sicherungsmittel zum Einsatz kommen.

Anzahl der Routen:

Grad:
– II 0
– III 8
– IV 14
– V 12
– VI 16
– VII 10
– VIII 5
– IX 4
– X 0

Insgesamt:
69 Routen
0 Projekte

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Hagen mit dem Regionalexpress nach Fröndenberg. Nun weiter mit der Regionalbahn nach Binolen.

Zugangszeit Haltestelle: 10 min

Zugangsbeschreibung ÖPNV: Vom Bahnhof Binolen die Bundesstraße talwärts folgen bis zu einem asphaltierten Parkplatz auf der rechten Straßenseite.
Den Parkplatz an der Bundesstraße am unteren Ende verlassen. Hier einen kleinen Trampelpfad einen kurzen Abhang hinauf folgen. Man geht nun direkt auf den Bärenstein zu. Dem Wald weiter talwärts folgen liegen der Waldstein, der Gnom und der Hausstadtfelsen.

Haltestelle: Binolen

Anreise PKW

Mit dem PKW von Balve oder Menden auf den Bundesstraße B 515 in das Hönnetal. Der Parkplatz liegt aus Richtung Balve hinter Binolen, aus Richtung Menden nach dem Abzweig nach Eisborn (Horstweg).

Zugangszeit Parkplatz: 3 min

Zugangsbeschreibung Parkplatz: Den Parkplatz an der Bundesstraße am unteren Ende verlassen. Hier einen kleinen Trampelpfad einen kurzen Abhang hinauf folgen. Man geht nun direkt auf den Bärenstein zu. Dem Wald weiter talwärts folgen liegen der Waldstein, der Gnom und der Hausstadtfelsen.

Kletterführer: Land der tausend Berge – Kletterführer Sauerland
(zu bestellen im Internet unter www.geoquest.de)

Weitere Infos unter: www.dav-felsinfo.de