Werdohler Lenneplatte

Lenneplatte bei Werdohl

Geschichte und Geschichten

Die ersten fünf Kletterrouten am Ufer der Lenne  wurden 2002 eingebohrt. Dann blieb es lange ruhig mit weiteren Erschließungsmaßnahmen, doch 2011 wurde, auch mit Hilfe der Stadt Werdohl, der städtischen Feuerwehr und des Werdohler Bürgerstammtischs, nochmal ordentlich geräumt und es entstanden weitere 15 Linien. Aufgrund der Plattenstruktur überwiegt aber die Reibungskletterei, jedoch kann durch Antreten feinster Leisten oder Dellen oftmals ein guter Halt gefunden werden. Die Lenneverschneidung bietet dann von allem etwas: Plattenschleichen und hin und wieder ein guter Verschneidungsgriff. Kletterherz was willst Du mehr? Es handelt sich um die Schichtfläche einer Grauwackebank, auf der noch gut die Rippelmarken der Versteinerungsphase erkennbar sind und die nach Regenfällen schnell wieder trocken wird.

Ende 2011 konnten dann auch noch zwei weitere Felsen in unmittelbarer Nähe zum Klettern eingerichtet werden. An der Denkmalwand und dem Lennewächter stehen nun noch einmal 21 Routen steiler Wandkletterei zur Verfügung. Und wer sich für die neuen Sitzbänke und den Fahrradständer bedanken möchte, der darf sich gerne an den Werdohler Bürgerstammtisch wenden. Der hat übrigens auch eine tolle Eröffnungsfeier organisiert, die noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Im Sommer des Jahres 2015 sind noch einmal zwei weitere Kletterfelsen neu erschlossen worden. Der Lennebrüggler, etwa 50 Meter hinter der Lenneplatte, bietet 8 Routen, hauptsächlich im Grad 7. Dazu kommen aber noch zwei weitere interessante Routen im Grad 4, eine Kantentour und eine sehr schöne Verschneidungsroute. An der Werdohler Neunerplatte, weitere 80 Meter weiter, sind bis zum jetzigen Zeitpunkt 19 neue Kletterrouten dazu gekommen. Überwiegend handelt es sich hierbei um geneigte Plattenkletterei im vierten und fünften Grad. Sehr schön, um sich mit den Platten hier vertraut zu machen.

Die Klettergruppe der Sektion Gummersbach hat die Erschließung der Kletterrouten vorgenommen. Die Finanzierung trägt der Landesverband des DAV, neben Spenden aus Werdohl.

Charakter

Es handelt sich im linken Teil überwiegend um steile Plattenkletterei auf Reibung und feinen Strukturen. Aber in den beiden Verschneidungen sind auch Spreiz- und Piaztechniken vorteilhaft einzusetzen. Die beiden rechten Felsen, die Denkmalwand und der Lennewächter, bieten vor allem kurze Wandklettereien, bei denen aber auch eine gute Fußtechnik vorteilhaft ist. Die Wand ist südlich ausgerichtet. Die Wandhöhen liegen durchschnittlich um 25 m im linken Teil, bei 10 m bei den beiden rechten Felsen, Umlenkpunkte sind eingerichtet. Das Gestein ist überwiegend fest, einige feine Schieferplättchen können sich aber immer wieder lösen. Die Routen sind mit Bohrhaken gut bis sehr gut abgesichert.

Kletterregeln

– Aktuelle Kletterregelungen beachten

– Betreten der Felsköpfe nicht erlaubt

– Kein Einhängen von Topropes von oben

– Umweltverträglich anreisen

– Nur zugelassene Parkplätze nutzen

– Übliche Zustiegspfade benutzen

– Pflanzenbewuchs erhalten

– Tabuzonen respektieren

– Befristete Sperrungen an Brutfelsen beachten

– Keinen Müll zurücklassen

– Lokale Betriebe für Übernachtung und Verpflegung nutzen

 

Anzahl der Routen: Gesamt 64

Kletterrouten Lenneplatte bei Werdohl

Besonderheiten

Die Lage direkt an einem Wanderweg entlang der Lenne ist landschaftlich sehr reizvoll, allerdings liegt auf der anderen Flussseite direkt ein Industriegebiet. Es gibt in Abstimmung mit der Landschaftsbehörde einen festgelegten Bereich zum Klettern. Bitte die Markierungen beachten.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Den Bahnsteig über die Überführung links in Richtung der Firma Vossloh verlassen. Am Fuße der Überführung beginnt die Vosslohstraße, dieser Straße 130 Meter bis zur Lennebrücke folgen. Die Treppe benutzen, um auf die Lennepromenade zu gelangen. Dann folgt nach ca. 130 Metern eine Schranke an der Altenaer Straße. Ab jetzt sind es nur noch wenige Meter zum Kletterfelsen.

Kurzfassung: Von der Bahnüberführung links immer dem Zeichen Höhenflug bis zur Schranke folgen.

Zugangszeit Haltstelle: 10 min

Haltestelle: Werdohl Bahnhof

Anreise mit dem PKW

Werdohl liegt im Märkischen Kreis im Sauerland und ist über die Autobahn A 45 (Abfahrt Nr. 14 „Lüdenscheid-Werdohl“) zu erreichen. Der Ausschilderung Werdohl nach links über den Höhenweg folgend wird an dessen Ende in der Ortsmitte Werdohl eine Kreuzung erreicht. Von dort führt die Route nach rechts über die Stadtbrücke, die die Lenne überquert, dann sofort wieder nach rechts und nochmal rechts unter der Stadtbrücke her bis zur Ampelanlage. Links einordnen, über die Brücke fahren, die die Bahnlinie quert, nach links in die Friedenstraße und nach ca. 120 Metern rechts in die Altenaer Straße einbiegen. Nach ca. 350 Metern endet die Straße vor einer Schranke (Parkplatz vorhanden) und nach weiteren 140 Metern ist der Felsen erreicht.

Um Werdohl über das Versetal (ist etwas weiter) zu erreichen, an der Autobahnausfahrt Nr. 14 rechts der Ausschilderung nach Werdohl folgend über die B 229 bis zur Rathausbrücke, die rechts liegen gelassen wird, fahren, um dann geradeaus ebenfalls bis zur Stadtbrücke zu gelangen.

Aus Richtung Plettenberg – B 236 – oder Richtung Arnsberg – B 229 – kommend die Rathausbrücke über die Lenne überqueren, dann sofort rechts einbiegen bis zur vorgenannten Stadtbrücke (Weg wie zuvor beschrieben).
Aus Richtung Altena – B 236 – kommend an der Ampelanlage neben der Tankstelle links abbiegen bis zur nächsten Ampelanlage (Kreuzung), die überqueren, um auf die Stadtbrücke zu kommen (von dort Weg wie zuvor beschrieben).

Zieleingabe für das Navi: Altenaer Straße 26, 58791 Werdohl

Geokoordinaten des Parkplatzes:  51° 15` 44„ N – 7° 45` 36„ O

Kletterführer: Land der tausend Berge (Geoquest-Verlag)
Weitere Infos: www.dav-felsinfo.de