Kletterarena Sauerland
Mit den Landtagswahlen in NRW im vergangenen Jahr hat auch eine neue Landesregierung seine Arbeit aufgenommen. Die Kletterverbände hatten sich daher viel versprochen, was den Umgang mit der restriktiven Sperrungspolitik in den Klettergebieten in NRW betrifft und hat neue Anstrengungen zur Verbesserung der Klettermöglichkeiten unternommen.
Im Hochsauerland hat dies nun mit Unterstützung der Touristikverbände zu der Idee geführt, ähnlich der Wintersportarena Hochsauerland ein adäquates Gegenstück im Klettersport zu kreieren. Dabei wurde dann die Idee einer Kletterarena Hochsauerland geboren.
In dieser Kletterarena sollen bekannte, aber bisher gesperrte Klettergebiete wie die Bruchhauser Steine, aber auch neue Klettermöglichkeiten in aufgelassenen Steinbrüchen zu einem großen Klettergebiet zusammen gefasst werden. Diese Idee stieß bei den betroffenen Städten im Hochsauerland und bei den Kletterverbänden (dem Deutschen Alpenverein und der IG-Klettern) auf große Resonanz.
Schnell fand man auch geeignete Steinbrüche wie der Steinschab bei Hallenberg oder Meisterstein und Iberg bei Siedlinghausen. Zuerst wurde der Steinschab geologisch auf seine Tauglichkeit zum Klettern hin untersucht. Hierbei erwies sich vor allem der untere Plattenaufschluss als besonders für Kletterkurse und Jugendarbeit geeignet . Daraufhin wurde dieses Projekt im Rat der Stadt Hallenberg beraten, wobei die Kletterverbände ihre Konzeption zum naturverträglichen Klettern im Steinschab vorstellen durften. Daraufhin hat die Stadt Hallenberg bei der Unteren Landschaftsbehörde des Hochsauerlandkreises den Antrag auf die Befreiung von den Verboten des Landschaftsplanes gestellt und mittlerweile ist diesem Antrag auch schon im Landschaftsbeirat stattgegeben worden.
Zeitgleich sind im Umweltministerium Gespräche zu dem Anliegen der Kletterverbände geführt worden, da vor allem die Bruchhauser Steine als ein im Landesbesitz befindliches Gebiet der Zustimmung aus Düsseldorf bedarf. Dabei konnte erreicht werden, dass für die Bruchhauser Steine eine Machbarkeitsstudie durch ein renommiertes Natursportinstitut erstellt werden soll, welches die Anforderungen der Naturschutzgebiete mit der Kletterkonzeption vereinbaren soll. Als Grundlage dient das vor zwei Jahren erstellte Gutachten zur Flechten – und Moosvegetation an den Bruchhauser Steinen. Weiterhin wurde mit dem Umweltministerium eine Rahmenvereinbarung zum Thema „Klettern & Naturschutz“ auf Landesebene ins Auge gefasst, welche noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll.
Nicht zuletzt hat die Anerkennung des DAV als Naturschutzverband im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass das „Sanfte Klettern“ auch im von Kletterverboten gebeutelten Nordrhein-Westfalen nun anscheinend eine Chance erhält. Tun wir alle unser Bestes, um hierzu beizutragen.
Paul Steinacker erklärt das Gebiet

