Sektionsheim

Gutachten NaturfreundehausSchreibenBilder vom ObjektGrundriße

Ein Traum wurde Wirklichkeit

So begann meine Einleitung zu Tagesordnungspunkt 8 der diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, 12.04.2013. Hoffentlich ein Datum  welches positiv im Rückblick in unserer Sektionsgeschichte erscheinen wird…..

Ein Traum wurde Wirklichkeit, so lautete die Überschrift über einem Artikel  unserer Nachbarsektion Siegen, die schon vor einigen Jahren den Schritt unternommen hatten, ein eigenes Sektionsheim Ihr Eigen zu nennen.  Zweifel, Fragen – alles spiegelte sich hier wieder, aber auch welche Belebung dieser Kauf in die Sektion gebracht hat, so dass man im Nachhinein von einer richtigen Entscheidung sprechen kann.

So weit sind wir noch nicht, aber die ersten Weichen wurden anlässlich der Mitgliederversammlung gestellt.  Aber von vorne:

Schon vor Jahren waren seitens insbesondere der Jugend- sowie der Familiengruppe immer wieder Wünsche und Begehrlichkeiten von eigenen Räumlichkeiten gemacht worden. Dazu kamen immer größere Schwierigkeiten den Betrieb der Geschäftsstelle innerhalb der Öffnungszeiten zu leisten. Die dort anfallenden schriftlichen Arbeiten insbesondere mit den Telefonaten gleichzeitig mit dem im gleichen Raum stattfindenden Publikumsverkehr zu gewährleisten, erzeugten immer wieder die Unzufriedenheit sowohl unserer Besucher als auch insbesondere unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Abhilfe sollte her, doch die Suche gestaltete sich als sehr schwierig. Ganz wichtiges Kriterium war die Lage des Objektes, da die öffentliche Anbindung gerade im Hinblick auf die Jugendarbeit die Messlatte sehr hoch setzte.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Wasserfuhr konnte weder von der Lage als auch von den Räumlichkeiten und Möglichkeiten nicht annähernd die geforderten Kriterien erfüllen. So sahen wir in der Mitgliederversammlung 2011 von einem Kauf ab, blieben aber weiterhin auf der Suche.

Im Dezember letzten Jahres wurden das erste Mal Informationen an uns herangetragen, das die Naturfreunde Ihr Haus in Gummersbach abgeben wollten. Noch ohne direkte Informationen nahmen wir den Tagesordnungspunkt 8 für die Mitgliederversammlung auf, ohne genau zu wissen, was diese Information im Detail beinhaltete. Damals erschien uns das wichtig, da der Redaktionsschluss unserer Mitteilungen „Bergisch“ schon überschritten war und wir unsere Mitglieder natürlich informieren wollten. Im Januar dann  hatten wir dann mit dem Vorstand der hiesigen Naturfreunde ein erstes Gespräch. Anhand dieses Gespräches erhielten wir dann die geforderten ersten Unterlagen (Kaufangebot, Infos auch über die jährlichen Kosten etc.).

Die Mitglieder der Naturfreunde haben mittlerweile ohne jeglichen Nachwuchs ein „strammes“ Alter erreicht, so dass selbst bei besten Willen die Fortführung Ihrer Tätigkeit nicht mehr für sie gegeben schien.

So wurde dieses Haus der Stadt Gummersbach angeboten. Die örtliche Verwaltung war zunächst sehr daran interessiert, lehnte dann aber ab, da Polizei und Ordnungsamt gegen die Pläne der Stadt waren, dort ein Heim für Asylanten etc. einzurichten.

Im Rahmen der Suche nach weiteren Interessenten wurde nun das Haus uns angeboten. Wir kennen es bereits seit Jahrzehnten. Schon 1987 hat der damalige 1. Vorsitzende Professor Dr. Lückert die Naturfreunde unterstützt, indem unsere Sektion die Kosten für den Einbau und die Anschaffung neuer Fenster im Haus übernommen hatte. Die Räumlichkeiten werden durch uns für die Mitgliederversammlung als auch in vorherigen Zeiten für andere Zusammenkünfte genutzt.

Das Angebot lautete zunächst auf 65.000,- Euro.

Zum Haus –  Friedrichstraße in Gummersbach. Am Ende einer Sackgasse mitten in einem kleinen Waldgrundstück gelegen (zur Lage etc. an anderer Stelle mehr), Parkplätze in Hülle und Fülle (ab 18:00h und an Wochenenden sind die Parkplätze der umliegenden Büros frei).

Aber vor allem rund 700m vom Busbahnhof entfernt und somit auf einfachsten und schnellsten Wege fußläufig auch für Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar.

Dabei auch gerade im Hinblick auf Grundstück und Waldgelände vielseitig nutzbar.

Die Räumlichkeiten schienen ebenfalls für unsere Zwecke ausreichend und zudem gestaltbar.

Trotzdem und auch im Hinblick auf das Alter des Gebäudes beauftragten wir einen Sachverständigen, der uns ein Gutachten über das Gebäude erstellte.

Renovierungen sind unabdingbar, aber als dann kurz vor der Mitgliederversammlung in Verhandlungen der Kaufpreis auf 30.000,- gesenkt werden konnte (das Geld geht ausschließlich als Stiftung an das Käthe-Strobel-Haus), stellten wir der Mitgliederversammlung dieses Angebot vor.

Die anwesenden Mitglieder waren zum großen Teil durch das Gebäude gegangen und nach einer sachlichen Diskussion stimmten 75% der Anwesenden für den Erwerb und die Renovierung des Gebäudes.

Zum Abstimmungsergebnis trug auch die Tatsache bei, das unser Barvermögen derzeit bei rund 35.000,- Euro liegt und wir als gemeinnütziger Verein dem Finanzamt gegenüber Rechenschaft ab einer bestimmten Summe schulden, um unsere Gemeinnützigkeit nicht zu verlieren. Zudem müssen wir durch die Vorauszahlungen der  Hüttenumlage an unsere Partnersektion die nächsten Jahre diese Zahlungen nicht leisten.

Viele haben sich schon bereit erklärt durch ihre persönliche Mithilfe die Kosten weiter zu drücken. Wir freuen uns über jede helfende Hand. Es soll unser Heim werden.

Dazu zählt mit Sicherheit auch jetzt schon die Bereitschaft von einigen, die Pflege des Objektes (Reinigungsarbeiten/Rasenmähen etc.) zu übernehmen.

Aber auch wenn persönliche Mitarbeit nicht möglich sein sollte, wir werden  –  genau wie bei anderen Sektionen auch –  ein Spendenkonto einrichten, wo jedes Mitglied gegen eine Spendenquittung unserer Gemeinschaft seine Hilfe aktiv zukommen lassen kann.

Unsere Partnersektion hat es uns vorgemacht wie eine kleine Gemeinschaft etwas erreichen kann. So wurden für die Renovierung der Hagener Hütte von den eigenen Mitgliedern 4500 Arbeitsstunden geleistet und zudem noch rund 15.000 Euro gespendet.

Zu den Kosten: 30.000,- Erwerb des Hauses, dazu die erwähnten Renovierungsarbeiten insbesondere hier die notwendige Anbringung von Gittern im Erdgeschoßbereich vor den Fenstern, Erneuerung einzelner Heizkörper sowie weitere Verschönungsarbeiten (insbesondere der Anstrich der Außenwände) –  all diese Kosten sollen im Rahmen eines Hypothekenkredites gedeckt werden.

Die zur Zeit hervorragenden niedrigen Zinsensätze und die bereits für mehrere Jahre im Voraus geleistete Hüttenumlage an unsere Partnersektion Hagen werden uns bei der Tilgung des Kredites helfen.

Besonders in diesem Rahmen erwähnenswert ist, das sich in direkter fußläufiger Nähe (praktisch im Auslauf des Hanges) ein kleiner Felsenbereich befindet, der am letzten Montag zum Klettern freigegeben wurde. Welch ein glücklicher Zufall! Das ist ein zusätzlicher unerwarteter Pluspunkt.

Ich will Sie alle nicht mit unendlichen Zeilen langweilen, von daher hier zum Schluss nochmals die Bitte beteiligen Sie sich an der Zukunft unser – ihrer – Sektion und dann würde ich mich freuen jeden Einzelnen in IHREM neuen Sektionsheim begrüßen zu können. Packen wir es an!

Manfred Blanke

1. Vorsitzender